Montag, 14. November 2011
Montag, 14. November 2011
Mein Sachbearbeiter
Ahoi liebe Piraten und interessierte Leser,
Ihr fragt euch bestimmt, warum ich ausgerechnet Christopher, den Bundespressesprecher der Piratenpartei Deutschland und gleichzeitg meinen Freund, als Sachbearbeiter eingestellt habe. Da kann man viel hinterhervermuten oder einfach Fragen, aber eigentlich gibt es da ganz einfach Gründe für.
Ich brauchte sehr schnell eine Person,
•der ich so gut wie bedingungslos Vertraue,
•die mich und meinen Tagesablauf sehr gut kennt,
•unkompliziert und spontan die Arbeitszeiten wahrnehmen kann die ich Ihr vorgebe,
•meine Ideale und Wertevorstellungen kennt, einschätzen kann und teilt,
•und meine zeitlichen Prioritäten einschätzen kann.
Kurzum eine Person die mich wirklich wirklich gute kennt - Da kam er natürlich am nächsten.
Bevor ihr euch jetzt über irgendetwas weiter aufregt und euch Gedanken über Nepotismus oder ähnliches macht solltet ihr noch folgendes wissen: Es nicht geplant, dass die nächsten fünf Jahre so zu handhaben, dass Criss für mich Arbeitet. Momentan haben wir die Absprache, dieses Arbeitsverhältnis die nächsten drei bis sechs Monate durchzuführen. In dieser Zeit, werde ich mir in einem sorgfältigen und ausführlichen Prozess einen neuen Mitarbeiter aussuchen und einarbeiten.
Das ausgerechnet Christopher jetzt diese Person für diese Übergangszeit ist liegt an den oben benannten Gründen. Ich wollte schnell und unkompliziert jemanden haben, der es mir ermöglicht wieder thematisch und inhaltlich arbeiten zu können.
Ich bin von der Landesmitgliederversammlung nicht auf die Liste gewählt wurden und mich nur mit Verwaltungskrams und Protokollen rumschlagen zu müssen. Ich bin gewählt worden um unsere gemeinsamen Ziele weiter voran zubringen und genau das möchte ich auch tun!
Da es inzwischen mehrere Vorwürfe gab bezüglich Rechtsfragen und der vermeintlich fragwürdigen Moral schreibe ich euch das alles nieder. Zur Erklärung - Formaljuristisch ist das ganze voll in Ordnung. Das LAbgG (Landesabgeordnetengesetz des Abgeordnetenhauses von Berlin) beschreibt im §7 Absatz 2 folgendes
"Nicht übernommen werden Aufwendungen, die anlässlich der Beschäftigung von Ehegatten, Ehegatten anderer Abgeordneter, eingetragenen Lebenspartnern (auch anderer Abgeordneter), von Verschwägerten, von Verwandten ersten und zweiten Grades, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fraktionen oder Gruppen des Abgeordnetenhauses oder des Deutschen Bundestages, von Mitgliedern gesetzgebender Körperschaften sowie unter Beteiligung juristischer Personen entstehen"
Hieraus geht eine Intention hervor welche ich nicht mißachten möchte. Wie man nun diese Teilzeitlösung moralisch auslegt ist die Sache jedes einzelnen. Ich persönlich habe durchaus meine Gründe weshalb auch ich es für nicht "Gut" erachte Christopher die vollen fünf Jahre als Angestellten beschäftigen zu wollen.
Einen Fehler habe ich jedoch objektiv tatsächlich gemacht. Ich hätte das ganze früher kommunizieren sollen. Es ist wichtig, dass man vorher das Gespräch mit der Partei sucht, auch wenn diese schlußendlich keine Entscheidungsgewalt hat. Das habe ich hier auch gemacht, nur eben nicht mit allen die sich Betroffen fühlen - explizit die Fraktion. Für das nächste mal, wenn es schwerwiegendere Entscheidungen zu treffen gibt, werde ich mir das auf jeden Fall merken.
Gerne sind wir auch bereit das Thema mit der Fraktion zu besprechen. Am morgigen Tag wird dies jedoch terminlich nicht realisierbar sein, da Christopher Lang seine Pflichten auf der Ältestenratssitzung der BVV Mitte wahrnehmen wird.
Edit 15.11.11 9:06 Uhr
Es sind übrigens 9,666666666 Wochenstunden, die er für mich arbeitet. Da bleibt genug Zeit für ihn um sich danach mit anderen (ehrenamtlichen) Jobs zu beschäftigen
Bild: CC-BY-SA Christopher Lang